FAQ

1. Wann ist ein Standort für eine Windenergieanlage geeignet?

Die Windanlage benötigen idealerweise eine freie, ungestörte Windanströmung für eine optimale Energieerzeugung.  Hindernisse beispielsweise in Form von Gebäuden oder Bäumen verändern  die Windrichtung und -geschwindigkeit und führen zu Verwirbelungen. Diese haben einen negativen Einfluss auf die Energieerzeugung und die Lebensdauer der Anlage.

TWE _edited.jpg

Windenergieanlagen sollten sich für eine optimale Anströmung außerhalb des Windschattens von Hindernissen und den daraus entstehenden Turbolenzbereichen befinden.  Überragt ein Hindernis die Höhe der zu errichtende Turbine, so sollte ein horizontaler Abstand von mindestens 20-mal der Hindernishöhe eingehalten werden. Besteht beispielsweise das Hindernis aus einem 5 m hohen Gebäude, dann sollte die Anlage 100 m von diesem Gebäude entfernt stehen. 

Im Allgemeinen nimmt die Stromerzeugung zu, je höher der Mast ist, da die Windgeschwindigkeit mit der Höhe zunimmt und die Verwirbelungen abnehmen. Die Kleinwindkraftanlage sollte je nach Abstand zum Hindernis diesen bis zu 2-mal überragen. Wir empfehlen Masthöhen von mindestens  10m. 

2. Kann ich eine Kleinwindkraftanlage auf dem Dach montieren?

Grundsätzlich ist die Dachmontage einer Kleinwindkraftanlage möglich, doch muss hier auf umfangreiche Nachteile hingewiesen werden. Problematisch können statische Probleme sein, wenn die Dachkonstruktion den Lasten der Windkraftanlage nicht standhält.  Des Weiteren kann es mit der Übertragung von Körperschall und Vibrationen in das Gebäude zu Geräuschbelästigungen kommen, die von den Bewohnern als unangenehm empfunden werden. Schließlich ist das Dach windtechnisch ein eher ungünstiger  Standort, da es hier zu Ablenkungen des Windes und zu Turbulenzen kommt, die den Ertrag der Anlage vermindern. Vor diesem Hintergrund empfiehlt sich der Aufbau einer Windanlage auf einem bodenständigen Mast.  Sollte dennoch eine Dachkonstruktion erwägt werden, bedarf es einer besonders sorgfältigen Planung durch Fachleute.

3. Welche Windverhältnisse machen den Einsatz einer Kleinwindkraftanlage sinnvoll?

Üblicherweise sollte die durchschnittliche Jahreswindgeschwindigkeit für einen wirtschaftlichen Betrieb einer Kleinwindanlage bei mindestens 4 bis 5 m/s auf Nabenhöhe liegen. Bezogen auf die Hauptwindrichtung sollten sich keine Hindernisse vor der Kleinwindkraftanlage befinden.

4. Wie ermittle ich die Windverhältnisse an meinem Standort?

Die zuverlässigste Aussage zu den Windverhältnissen an einem Standort liefert eine Windmessung, die über einen Zeitraum von mindestens 3 Monaten, bestenfalls 1 Jahr am Standort durchgeführt werden sollte.

Hinweise auf die Windsituation an einem Standort finden sich u.a. auch auf Wetterkarten  beispielsweise des Deutschen Wetterdienstes (www.dwd.de), hier insbesondere die Karten mit den mittleren Jahresgeschwindigkeiten in einer Höhe von 10m, oder dem globalen Windatlas (www.globalwindatlas.info ).  Da Kleinwindkraftanlagen häufig mit turbulenten Windverhältnissen in Bodennähe konfrontiert sind, geben diese Wetterkarten nur grobe Informationen.

5. Was sind die Anwendungsbereiche von Kleinwindkraftanlagen?

Die WindStream5 kann im Netzparallelbetrieb und in Inselnetzen eingesetzt werden. Im Netzparallelbetrieb ist die WindStream5 mit dem öffentlichen Stromnetz verbunden, wodurch die erzeugte Energie selbst genutzt oder in das Netz eingespeist werden kann. Im Inselnetz besteht keine Anbindung an das öffentliche Netz. Für die überschüssige Energie werden in der Regel Speichersysteme eingesetzt.

6. Wie wirtschaftlich ist eine Kleinwindkraftanlage?

Die Wirtschaftlichkeit einer Kleinwindkraftanlage ist von vielfältigen Faktoren abhängig.  Dazu gehören u.a. die Windbedingungen am Standort, die Investitions- und Finanzierungskosten der Anlage oder die Betriebs- und Wartungskosten. Erste Indikationen einer Wirtschaftlichkeit lassen sich beispielsweise auch mit Onlinerechner (z.B. bei www.klein-windanlagen.de ) ermitteln.